Entwicklung eines Trainings und der Qualifizierung zur Gewaltprävention

Entwicklung eines Trainings und der Qualifizierung zur Gewaltprävention

Der Anlass und Beginn der Entwicklung eines neuen Angebotes der Gewaltprävention für Kinder und Jugendliche sind gehäufte Anfragen aus unterschiedlichen Einrichtungen, von Eltern, aus den Bereichen Bildung, Polizei und Sport. Beispiel: Entwicklung des Angebotes zum „Sozialen Lernen“

  1. Es gibt mehrere Nachfragen nach einem Angebot, einem Training für Gewaltprävention zu einer Zielgruppe und einem Ziel, z.B.: Soziales Lernen. 
  2. Gründung einer kleinen Arbeitsgemeinschaft mit Teilnehmenden aus unterschiedlichsten Berufen wie Pädagoginnen, Übungsleiterinnen, Kampfsportler, Polizeibeamte, Lehrkräfte, Traumatologen, Erziehern, Erwachsenenbilderinnen, Eltern, der AG em-jug zur Entwicklung eines neuen Angebotes (Zielgruppen, Ziele, Didaktik, Methodik, Curriculum, Kalkulation, etc.)
  3. 1 Pilotphase: Erste neue Gewaltpräventionstrainings werden in den Einrichtungen durchgeführt, aus denen die Teilnehmenden der kleinen AG kommen. 
  4. 2. Pilotphase: Ca. 25 Trainer/innen mit päd. Vorbildung und Erfahrung in den Trainings zur Gewaltprävention der AG em-jug werden qualifiziert und führen ca. ein Jahr lang die neuen Trainings in allen Schulformen und unterschiedlichen Schuljahren  durch. Die Trainings werden durch die Trainer/innen evaluiert. Die Evaluationsergebnisse werden zusammengetragen und ausgewertet. Mit den Ergebnissen wird das  Curriculum überarbeitet. 
  5. 3. Pilotphase: Es werden weitere Trainer/innen der AG em-jug nach dem überarbeiteten Curriculum qualifiziert, insgesamt ca. 50 Personen. Eine Nachfrage nach solchen Trainings kann mit dieser Anzahl von Trainer/innen flächendeckend gedeckt werden. Neben einzelnen Trainings können damit Stufenprojekte verwirklicht werden. 
  6. 4. Pilotphase: Die ersten Stufenprojekte werden durchgeführt und evaluiert, gegebenfalls überarbeitet..
  7. Abschluss der Entwicklung eines Trainings und Veröffentlichung des Angebotes in der Presse, im Programmheft und auf unserer Internetseite www.em-jug.de
  8. Die Trainings werden mit den bekannten Trainer/innen zu den einzelnen Lernschritten hinsichtlich der Ziele, Inhalte und Methoden altersgerecht ausgewertet, sowie zum Abschluss des Trainings zur Überprüfung des Lernerfolges. Es werden Reflexionsgespräche mit der teilnehmenden Lehrkraft, Schulsozialarbeiter/in, etc. und anlassbezogen mit der Schulleitung geführt. Die Rückmeldungen erhalten die Projektleitung/Qualitätsmanagement der AG em-jug über die Trainer/innen. Es liegen Bachelor-Abschlussarbeiten zu den unterschiedlichen Trainings vor. Evaluierungen in Zusammenarbeit mit Universitäten wurden und werden hinsichtlich Wirksamkeit und Nachhaltigkeit durchgeführt. 

Die Qualifizierungen zur Durchführung von Gewaltprävention sind nach dem gleichen Ablauf von der Projektleitung für die Bildung mit Unterstützung der Projektleitung für die Polizei, den Leitungen der Qualifizierungen und dem Fachpersonal konzeptioniert. In den ersten Workshops wird das Curriculum Thema für Thema, Übung für Übung, Baustein für Baustein vermittelt. 

Danach werden die pädagogischen, sportlichen und kriminalistischen Grundlagen unterrichtet.  Die Qualifizierungen zur Gewaltprävention der AG em-jug werden nach festgelegten und regelmäßig aktualisierten Qualitätsstandards durchgeführt. Jede Qualifizierung wird selbst evaluiert hinsichtlich der Inhalte, Methodik, Didaktik, Rhetorik, Kompetenz etc. und werden fortlaufend dem Kooperationspartner Steinbeis Business Academy der Steinbeis-Hochschule Berlin vorgelegt. Die Evaluierungen dienen der Aktualisierung und Weiterentwicklung der Angebote zur Gewaltprävention der AG em-jug.de. Die Qualifizierungen wurden durch die Steinbeis Business Academy der Steinbeis-Hochschule Berlin geprüft und hochschulzertifiziert.

Ausschnitt aus der chronologischen Entwicklung:

Trainings für Kinder

1. Mut tut gut – Präventionstraining für Kinder; Vorschul- und Grundschulprogramm (5 bis 10 Jahre)

1990 Beginn der Entwicklung: Ziele, Didaktik, Methodik, Qualitätsstandards und Pilotphasen 

2005 Beginn mit Stufenprojekten (Kinder eines oder zweier Jahrgänge)

2006 1. Oberbergisches Schulprojekt (alle Kinder) Grundschule Drabenderhöhe Wiehl

2009 NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf besucht ein Schulprojekt und lobt das Konzept  „Mut tut gut“ im Oberbergischen Kreis als ein vorbildliches Programm zur Gewaltprävention

2014 Beginn Evaluation der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Trainings durch die Uni Köln

2. Soziales Lernen für 5. bis 7. Schuljahr von 11 bis 14 Jahre

2011 Beginn der Entwicklung: Ziele, Didaktik, Methodik und Qualitätsstandards zum Sozialem Lernen

2012 2 Pilotphasen zum Sozialen Lernen in unterschiedlichen Schulformen inkl. selbst durchgeführter Evaluation

2014 Beginn Stufenprojekte Soziales Lernen 

Entwicklung: Trainings für Jugendliche

3. Selbstsicherheitstrainings für Frauen und Mädchen ab ca. 14 Jahre

1988  Beginn der Entwicklung: Ziele, Didaktik, Methodik, Qualitätsstandards und Pilotphasen

1995  Kooperation zwischen Bildung, Polizei und Polizeisportvereinen NRW/D

1996  Flächendeckendes Angebot im Oberbergischen Kreis

1997  NRW-Konzept für die Polizei NRW

2002 Evaluation der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Trainings mit der Uni Dortmund

2003 Vorstellung auf dem Bundeskongress WEISSER RING als eines von drei bundesweit  empfohlenen Projekten zur Gewaltprävention

4. Konflikttrainings für Jungen ab ca. 14 Jahre

1999  Beginn der Entwicklung: Ziele, Didaktik, Methodik, Qualitätsstandards und Pilotphasen

2002  NRW-Konzept für die Polizei NRW

2003 Vorstellung auf dem Bundeskongress WEISSER RING als eines von drei bundesweit empfohlenen Projekten zur Gewaltprävention

5. Anti-Gewalt-Trainings für Schüler

2005 Beginn der Entwicklung: Ziele, Didaktik, Methodik

2010 Festlegung neue Didaktik und Methodik, Qualitätsstandards

Entwicklung: Elterninformationen und Seminare

1990 Beginn der Elterninformationen als integraler Bestandteil des „Mut tut gut“-Programms

2006   Beginn der Elternseminare, Umsetzung von Gewaltprävention im erzieherschen Alltag 

Entwicklung für Personal: Qualifizierung zur Primärprävention

1995 Beginn der Qualifizierung zur Durchführung von „Selbstsicherheittrainings für Mädchen/Frauen“ 

2000 Beginn der Qualifizierung für die Durchführung von „Konflikttrainings für Jungs“

2001 Beginn der Qualifizierung zur Durchführung von „Mut tut gut“-Prävention für Kinder 2015 Beginn der Qualifizierung zur Durchführung von „Soziales Lernen“ für 5. bis 7. Schuljahr

Entwicklung für Personal: Qualifizierung zur Sekundärprävention

2007 Beginn der Entwicklung Qualifizierung Anti-Gewalt-Training für Schüler 2010 Festlegung neues Konzept und Qualitätsstandards

 

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